Der: Wir stellen uns vor Thread


#22

Hallo, mein Name ist Klaas ich stehe kurz vor der großen 30 und ich komme vom Rhein. Ich habe diesen Monat zum ersten mal angefangen mein Geld zu planen.

Mit Geld umgehen habe ich nie gelernt. Geld war immer da. Das hat mir dann angefangen in den Hintern zu beißen, als ich ausgezogen bin. Obwohl ich immer gut verdient habe, hab ich weiter so gelebt. Große Anschaffungen wurden immer gemacht, ohne groß zu schauen ob genug dafür da ist. Von der Autoversicherung wurde man jedes Jahr überrascht, die Miete wurde mehr als einmal zurückgebucht. Und die Bank war immer so freundlich, mir einen großen Dispo einzuräumen. Gleichzeitig noch die Amazon Kreditkarte, die man ja so schön in Raten zahlen kann. Und die schicken natürlich auch alle paar Monate einen Brief, dass ich “großes Glück habe, und sie meinen Verfügungsrahmen nun um 500€ erhöht haben”.

Vor 2 Jahren kam dann irgendwann kein Geld mehr aus dem Automaten. Dispo mit 10.000€ am Limit, Kreditkarte bei 5.000€ am Anschlag… Sowas mit unter 25. Und die Bank kann mir aufgrund meiner schlechten Zahlungsmoralen keinen Kredit anbieten. Andere Bank gefragt, halbwegs okayen Kredit bekommen, den ich in den letzten 2 Jahren dann abbezahlt habe. So ist zumindest mal der Dispo erledigt gewesen. Die Kreditkarte hat sich in den 2 Jahren auf wundersame Weise nur von 5000€ auf 3200€ reduziert. Die Meinung “Ach, die große Anschaffung kann ich ja noch machen, sind ja nur 2 Raten mit der Kreditkarte” hatte ich weiterhin.

Dann kamen 2 Sachen zusammen: Ich hab in die Kreditkartenabrechnung geschaut und gesehen, dass ich dem Laden jeden Monat mehr als 100€ Zinsen und Gebühren in den Rachen werfe mit meiner minimalst-Rate von 10%. Das hat mich echt disillusioniert. Dann kam der BlueMoon mit Holgi und Hessi um die Ecke und ich hab mir gedacht. Versuch das doch mal, und schau, dass du mal nen größeren Batzen Geld jeden Monat da hin überweisen kannst, um die Schulden so schnell wie möglich los zu werden.

Bin nun also in meinem ersten Monat. Ist noch ein wenig chaotisch, weil genau diesen Monat ein paar halb- und vierteljährliche Zahlungen fällig sind und ich deshalb nun schon ein paar mal Geld umschichten musste, aber ich bin guter Dinge, dass ich auf dem richtigen Weg damit bin.

Ich hoffe ich kann hier einige Leute warnen, mit dem “Schicksal”, dass sie eventuell nicht in so blöde Situationen kommen, und erhoffe mir ein paar Tipps zum besseren Budgetieren.

Grüße, K.


#23

Hallo Klaas,

herzlich Willkommen und danke für deine Offenheit.

Du hast ja schon echt viel geschafft und bist sicher ein gutes Beispiel wie man seine Finanzen in den Griff bekommen kann :smile:


#24

Jederzeit gern. Wenn du Fragen hast, frag ruhig. Herzlich willkommen!


#25

Nachdem ich nun seit längerem stiller Mitleser bin / war und mich vor kurzem angemeldet habe, möchte ich mich an dieser Stelle auch kurz vorstellen. Ich bin Kai, 25 Jahre alt und seit 2012 Inhaber einer kleinen Werbeagentur und seit Jan. 2014 zusätzlich noch als GmbH-Geschäftsführer tätig.

Auf YNAB bin ich durch die damalige Bitsundso-Folge aufmerksam geworden und benutze YNAB auch seit jeher. Persönlich bin ich seit 2013 / 2014 ein Verweigerer von Dispo-Krediten (nachdem mein Dispo Ende 2013 mit, zum Glück, »nur« 1.200,- EUR am Anschlag war) oder Kreditkarten. Ich besitze heute lediglich eine Prepaid-Mastercard zu meinem Number26-Konto, wodurch ich auch nur Zugriff auf das zur Verfügung stehende Guthaben habe.

YNAB möchte ich als Werkzeug zu meinem Ziel, der sog. »finanziellen Freiheit« verwenden und einen Überblick über das effektiv zur Verfügung stehende Guthaben zu haben. Hierzu sollte ggf. gesagt werden, dass ich einen festen Cashflow für eingehende Zahlungen haben:

  • 15 % => gehen auf ein Volksbank Girokonto
  • 05 % => gehen auf ein Volksbank Sparkonto
  • 10 % => gehen auf ein Consorsbank Tagesgeld-Konto
  • 10 % => gehen auf ein Konto der biw Bank (für Auxmoney)
  • 10 % => gehen auf ein Konto der comdirect Bank (für Wertpapier-Investments)

lediglich 50% bleiben auf dem Number26-Konto wovon der tägliche Bedarf gedeckt wird und auch die Rücklagen für die vierteljährlichen / jährlichen Zahlungen gebildet werden. Als »Investor« bei Auxmoney und den Wertpapier-Investments versuche ich mir ein passives Einkommen aufzubauen.

Regel #2 und #3 hatte ich nach sehr kurzer Zeit schon gut im Griff, durch die Nutzung der Software habe ich mir Regel #1 sehr zu Herzen genommen und mir ist es auch sehr wichtig kein Ex- / Import zu machen, sondern wirklich jede Kontobewegung manuell einzutragen um wirklich zu wissen was auf den Konten passiert und wo ich stehe und nach 1. Jahr YNAB hatte ich auch Regel #4 geschafft und bin guter Dinge durch YNAB dies auch zukünftig beibehalten zu können.

Und meine nächsten Ziele, die ich hoffe mit YNAB erreichen zu können sind:

  1. Lebe vom Einkommen des vorletzten Monats
  2. Lebe vom passiven Einkommen

Passives Einkommen
#26

Sehr spannend @Synoxis, da kommen mir sicherlich noch mehr fragen.

Die erste wäre, die Verteilung des einkommens, reden wir dabei über dein “Privates”-Geld?
Betreibst du dein Business auch nach YNAB Regeln?


#27

Ich versuche das Business, soweit möglich, auch nach den YNAB-Regeln zu betreiben. Der Unterschied ist ja nicht so groß, es gibt monatliche Fixkosten, jährliche Kosten etc. Hier budgetiere ich auch entsprechend nach Prioritäten und verteile den Rest anschließend über die alltäglichen Ausgaben bis hin zu den Rücklagen etc.


#28

Heute gefunden, gelesen, geantwortet und jetzt stelle ich mich noch vor.

In ein paar Monaten schreibe ich eine 4 am Anfang meines Alters. Bin seit März 2013 dabei und damals, wie viele durch BitundSo draufgestoßen. Ich habe schon seit ich 18 war mein Geld durch Software im Auge behalten. Onlinebanking seit '97 und zeitweise habe ich Haushaltsbücher geführt. Seit 2005 hatte ich dann eine Exceltabelle ähnlich YNAB gehabt. Als ich dann von YNAB gehört habe, war das sofort ein Musthave.
Ich habe von Anfang nach allen 4 Regeln gelebt. Ich nutze YNAB mehr aus statistischer Sicht aber auch für die Langzeitplanung von den Zahlungen, die nicht jeden Monat fällig sind.
In den mehr als zwei Jahren habe ich viel an meinem Budget rumgeschraubt, aber nie ein neues angefangen. Das gibt mir die Möglichkeit auch in die Vergangenheit zu schauen.
Auch wenn ich mich sehr viel mit YNAB beschäftige und an der Struktur arbeite sind noch ein paar Dinge nicht so ganz noch meinem Geschmack gelöst. Vielleicht habt ihr da ja noch ein paar Ideen. Ich kann, wenn der Wunsch besteht, gern von meinen Erfahrungen und Beweggründen berichten.
Mal sehen ob hier noch was los ist.


#29

Herzlich WIllkommen @Tahonka
Schön jemanden mit so viel Expertise hier zu haben. :slight_smile:


#30

Hallo in die Runde,

auch ich will es nicht versäumen, mich vorzustellen und meine Gründe für YNAB hier zu schildern. Mein Name ist Burghard und ich nutze YNAB seit Ende 2014.
Ich darf seit diesem Jahr die Geschicke meiner Firma (Druck- und Medienbranche) als GF lenken und bin dabei, mir eine eigene Finanzübersicht mittels Planungs- und Auswertungstools zu »basteln«.

Aufmerksam auf YNAB wurde ich nach einem Update von MoneyMoney, in welchem ein Export direkt zu YNAB angeboten wurde. Dort fielen mir die vielen positiven Kommentare auf. Also Testversion gestartet und mit den ersten Eintragungen begonnen.

Als reiner Mac-Banutzer bin ich sehr schnell mit o.g. Banksoftware glücklich geworden. Lediglich bei Buchhaltungs- und Auswertungstools ist die Software-Auswahl am Mac leider nicht so riesig.

Das heißt, für mich ist eine Budgetplanung meiner Firma (17 Mitarbeiter) sehr wichtig und interessant. Ich habe alle laufenden Kredite und Investitionen in den »Off-Budgets-Accounts« angelegt und buche Zins- und Tilgung regelmäßig dagegen. So sehe ich übersichtlich Restschulden und Laufzeiten.

Auch die Auswirkungen von Lohnerhöhungen und Neuinvestitionen lassen sich gut »simulieren«. Was mir aber leider massiv fehlt, ist eine Budgetierung des Einkommens. Wir haben in der Firma verschiedene Kostenstellen, welche ich beim »Income« gern berücksichtigen würde. Deshalb meine Frage in die Runde: Gibt es diesbezüglich eigene Lösungen oder »Zusatzsoftware«?

Gern beteilige ich mich an der Diskussion oder starte selbst eine …


#31

Guck dir mal http://www.umsatz-programm.de/ an.
Das ist mit direkter Verknüpfung zu MoneyMoney ein Buchhaltungsprogramm für Mac


#32

Kommt ein bisschen auf die Rechtsform deiner Unternehmung an – bei einem Einzelunternehmen würde ich dir auch wie @Pikespeak_Marol Umsatz von MoApp an’s Herz legen. Bei einer Kapitalgesellschaft (UG / GmbH) setze ich auf MonKey Office und bin damit nach kurzer Einarbeitungszeit auch recht gut zurecht gekommen.


#33

Hi ihr Ynabber!

Ich bin Heike aus Düsseldorf, 41, und habe YNAB Anfang 2014 getestet und dann später gekauft. Darauf gekommen bin ich über Google als ich “best budgeting software” eingegeben habe. Jetzt, fast 2 Jahre später beherrsche ich es erst! Es hat auch viel Überzeugungsarbeit gekostet meinen Partner mit ins Boot zu bekommen. Er ist viel sparsamer als ich und traute mir eben nicht ganz. Jetzt ist er allerdings Feuer und Flamme! Wir verdienen beide ganz gut und ich bin nebenbei noch als vom Landgericht ermächtigte freiberufliche Übersetzerin tätig. Die größte Verständnishürde bei YNAB war für mich die Dispo Eingabe und so bin ich (abermals via Google) auf eure coole Seite gestoßen! Wir haben ziemlich hohe Schulden, die wir mit YNAB vermutlich in knapper Zeit sanieren werden, denn bisher waren wir mehr oder weniger unkontrolliert unterwegs.
:no_mouth::thinking::hugs::stuck_out_tongue_closed_eyes:


#34

Hallo zusammen,

ich habe im Gegensatz zum manch anderem hier keine große finanzielle Leidensgeschichte. Meine Eltern haben mich schon immer so aufgezogen, dass ich nur das ausgeben sollte was ich auch besitze. Von daher drehte sich bei mir (Wirtschaftsschule, kaufmännische Ausbildung) schon immer recht viel um die Finanzplanung.

Ich bin inzwischen 40 Jahre alt, geplant habe ich meine Finanzen schon immer. Anfangs noch auf Papier, irgendwann mit Excel-Tabellen, dann mit irgendwelchen Tools, von denen mich aber keins endlos überzeugte. Und irgendwann stieß ich dann auf YNAB, ich glaube ich kam damit erstmals um 2009 herum in Berührung. War dann allerdings zwei Jahre beruflich in der Schweiz und begann dann erst mit dem Rückzug nach Deutschland intensiver mich damit zu beschäftigen (muss Ende YNAB3 / Anfang YNAB4 gewesen sein). Seitdem bin ich konsequent dabei und freue mich über die schönen Geldtöpfe, die ich mit der Software verplanen kann.

Auch während meiner Selbständigkeit war YNAB eine echte Hilfe und auch als die Selbständigkeit nicht mehr so gut lief wusste ich dank der Software ab wann wieder regelmäßig Geld reinkommen sollte, da die Reserven so langsam zu neige gingen. Im letzten Monat ergab sich erstmals die Notlage das Geld in den Spartöpfen munter hin und her zu schieben, da auf mich Zahnarztkosten in Höhe von 7.000,- Euro zukommen (leider etwas mehr als ich für den Rainy Day eingeplant hatte).

Aber auch diese Summe sollte sich stemmen lassen und seit der neuesten Version weiß ich nun, dass mein ältester Euro 124 Tage alt ist, ich finde dieses Feature schlichtweg genial, auch sonst bringt die neue Oberfläche sehr viele Annehmlichkeiten mit sich und sie wird sicherlich noch wachsen. Mir fehlen zurzeit eigentlich nur die Auswertungsmöglichkeiten, aber auch das wird sicherlich mit der Zeit berücksichtigt werden. Was mir auch gefällt ist, dass Einnahmen einfach nur noch für das Budget zur Verfügung stehen.

Ich denke was die Software betrifft habe ich inzwischen schon so ziemlich alle Modelle mal ausprobiert und wenn einem erst mal klar ist, wie YNAB überhaupt funktioniert gibt es einfach keine bessere Lösung um die Finanzen im Blick zu halten.

Ich hoffe, dass ich hier doch noch das ein oder andere dazu lernen kann. Helfe aber auch gerne weiter, wenn es mir möglich ist.

Viele Grüße

Chaloc


#35

Hallo allerseits!

Ich wünsche Euch ein tolles und - auch fiinanziell - erfolgreiches 2016. Ich stelle mich gerne vor:

Ich heiße Frieder, bin 47 Jahre alt und nutze - wie offenbar viele von Euch YNAB seit der legendären Bitsundso-Folge, die sich mit diesem Thema beschäftigt hat. Auch ich habe mir davor nie so richtig Gedanken um Finanzplanung gemacht und habe nach dem Kontostand gelebt. So wurden die Schulden immer größer und es war der Punkt erreicht, wo ich vor lauter Finanzsorgen nicht mehr schlafen konnte. Damk YNAB weiß ich aber, dass ich auf nem guten Weg bin. Meine Schlafprobleme sind leider noch immer da, aber unsere Finanzen haben sich deutlich gebessert. So sehr ich an das Thema engagiert ran gegangen bin, gibt es doch die ein oder andere Schwierigeit, die ich noch zu meistern habe.

Zum Einen: Ich bin verheiratet, und es ist nicht immer leicht, mit meiner Frau bei diesem Thema an einem Strick zu ziehen. Das hat damit zu tun, dass sie sich schnell kontrolliert fühlt durch YNAB (und ja, es ist ja auch eine Selbstkontrolle), Sie ist, was die englische Sprache angeht, deutlich unroutinierter als ich, aber auch ich bin kein Englisch-Profi. So war - und ist - seit jeher ein Top-Wunsch an YNAB, eine deutsche Sprachversion bereitzustellen. Nicht (nur) die Software selbst - das ist ja überchaubar, sondern vor allem auch die Inhalte der Tutorials.

Wie es halt so kommt, trotz vielem Enthusiasmus bleiben Kontierungen mal liegen. Dann gab es immer wieder Phasen, wo ich mich hingesetzt habe und größere Mengen an Bankbewegungen und auch Kaufbelege nachkontiert habe. Und… das eigentliche Budgetieren ist immer mehr “vergessen” worden, weil oft nix zu budgetieren da war. Ich finde es nicht ganz einfach, mit einem Minus an die Sache ranzugehen.

Jetzt ist aber in der jüngeren Vergangenheit mein Kontostand selten gut, auch weil ich einen Teil meiner Außenstände kurz vor Jahreswechsel überwiesen bekam. Ach so: Ich bin zum einen Angestellt, zum Anderen freiberuflich im künstlerischen Bereich tätig. Ich sage das, um deutlich zu machen, dass ich dem Klischee entsprechend nicht wirklich ein gutes Verhältnis zu Geld, Banken und so habe. Das hat sich durch YNAB übrigens schon erheblich verbessert, weil ich spüre, wie gut es tut, nicht mehr passiv auf die nächste Horror-Rechnung zu warten, sondern seine Finanzen zu überschauen und selbst steuern zu können. Ich schweife abr ab. Ich wollte sagen, dass nun ein paar günstige Umstände zusammen kommen: Neben der aktuell - für unsere Verhältnisse - ganz guten Finanzlage habe ich z.Zt. Urlaub (zuhause) UND es ist ja nun “nYNAB” erschienen. So habe ich mich mal wieder intensiver mit der Thematik auseinander gesetzt, den Testaccount eröffnet (bin jetzt schon sicher, dass YNAB eines der ganz wenigen Abos wird, die ich abschließen werde), und habe gestern einen neuen Start gemacht. Kategorien zusammengelegt, vereinfacht, mich mal von der Struktur der Musterdatei inspirieren lassen. UND: Ich kann sämtliche Budgets bedienen, auch sogar ein Teil vom Februar.

Bei meinem Wunsch nach einer deutschen YNAB-lokalisierung habe ich dann einfach mal spaßeshalber “YNAB deutsch” in Google geworfen - und habe darüber diese Community gefunden. TOLLE SACHE! Ich freue mich wirklich sehr, Euch hier gefunden zu haben und bin sicher, dass mir das weiter lernen der YNAB-Philosophie so deutlich vereinfacht wird. Mein Englisch ist zwar nicht sooo schlecht, und ich finde die Texte auf der Orginnal-YNAB-Seite auch an sich auch gut und verständlich geschrieben, aber angesichts der Materie, die mir dem Wesen nach doch eher fremd ist, ist es eben doch nicht ganz so einfach. Auch, weil ich einige Schlüsselberiffe doch nachschlagen muss.

Insofern freue ich mich, wenn möglichst viele der Orginaltexte hier übersetzt werden, freue mich auf den Erfahrugsaustausch hier - an manchen Stellen merkt man ja auch durchaus Unterschiede zwischen der amerikanischen und der deutschen Finanzkultur, finde ich.

Ansonsten werdet ihr noch merken - oder habt ihr vielleicht schon gemerkt, dass es ein großes Problem für mich ist, mich kurz zu fassen. Sorry dafür. Auf jeden Fall bin ich froh, Euch hier gefunden zu haben.

Viele Grüße aus Rheinhessen,

Frieder


#36

Hallo,

ich bin Till. Seit 2013 schlummert bei mir die Steam-Version von YNAB auf dem Rechner. Habe das unregelmässig gemacht.

In 2013 habe ich nen fast sechsstelligen Betrag erwirtschaften müssen und als Bürgschaft zurückgezahlt und dann ein Jahr Auszeit genommen. Hab sozusagen von der Hand in den Mund gelebt. Unklugerweise häufte ich Verbindlichkeiten an, die ich erst jetzt begonnen habe zurückzuzahlen.

YNAB habe ich erst letztes Jahr verstanden mit den nYNAB Kursen. Das neue YNAB finde ich gut, vor allem weil ich öfters übriggebliebene Budgets verschiebe in bestimmte Kategorien. Das geht so nicht mit YNAB classic.

Mein Aha-Erlebnis: alles ist diesen Monat bezahlt und budgetiert. die kommenden Gehaltsüberweisungen brauche ich nicht anzufasssen und habe eine “Silly Walks” Rechnung direkt bezahlen können aus meinem Verbindlichkeitenbuget.

Dabei festgestellt: neben den ungeplanten Ausgaben (Strom 310 Euro Nachzahlung, eingeplant dank Rechnungsstellung Dezember) habe ich diesen Monat 1350 Euro an Verbindlichkeiten bezahlen können. Neben den normalen Ausgaben (und ich wohne in einer sehr teuren Stadt, Single und unterdurchschnittliches Einkommen). Und ich habe noch 100 Euro in meinen WhirlpoolmitHaus Topf überweisen können. :slight_smile:

Das amerikanische Forum ist gut, tummel mich auch dort, mal sehen was hier so rüberkommt.

Als Bankingsoftware nutze ich Banking4W von Susembly, ist für eine BLZ kostenlos und für meine Zwecke ausreichend. (Girokonto, Tagesgeldkonto, Kreditkarte)


#37

Hallo!

Ich bin Thomas, (55) aus der Schweiz.

Ich habe Anfang Jahr zufällig die neue WEB Lösung entdeckt, und habe gleich damit gestartet,…Nach zwei Monaten Nutzung bin ich begeistert von der Lösung, man kann schon fast von Sucht reden…

Warum ist das so…???

Ich habe mit ALLEM herumgespielt was der Markt so her gibt und gab;
MS-Money, Quicken, CashOrganizer, Moneydance, Money by Jumsoft, WISO Mein Geld, MoneyWizz, iFinance 3 und 4….

Mir waren Dinge wie Reports, Splits, Klassen; Forecasts usw wichtig: Alles was
ich zum Aufzeichnen und Auswerten von Daten benutzen konnte.
Immer mal wieder habe ich auch bei YNAB reingeschaut, aber wieder verworfen, schon
nur wegen der englischen Oberfläche und weil ich Einnahmen nicht
kategorisieren konnte….

Und nun habe ich Anfang Jahr gestartet, und kann gar nicht mehr
anders als damit zu arbeiten… Es ist auch das erste Finanz-Programm das ich
verwende, bei dem ich den Drang verspüre, damit „missionieren“ zu
müssen…

Warum ist das so? Das Ding kann zum Teil deutlich weniger als seine
Konkurrenz und hat zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht mal Berichte…

ABER es es unterscheidet sich deutlich von allen anderen Lösungen die ich getestet habe:

Der ganze Fokus von YNAB liegt auf dem Hier und Jetzt: dem aktuellen Monat und der unmittelbaren finanziellen Zukunft.

Während ich mich früher an Auswertungen und Statistiken ergötzt habe, ist jetzt der Fokus nur noch: Das Vergangene lässt sich nicht mehr ändern, wie sieht mein aktueller Monat aus?

Ich denke, das ist das Geheimnis hinter dieser Software:

Man gibt Rechnungen ein, die Ende Monat zu bezahlen sind.

Man setzt Ziele (Goals) für die vierteljährliche Hypothekarrechnung und die endjährliche Steuerrechnung.

Vielleicht die 25’000 Fr. für den Kauf eines Wagens in 2.5 Jahren

Die Abzahlung des des Hauses in 13 Jahren für die z.B. 300’000 CHF benötigt werden.

Auf der Einnahmenseite arbeitet man strikt nur mit dem Geld das man
hat, also Anfang Monat nur den Saldo der verschiedenen Konti.

Vorsorgekonten kann man dabei als „nicht budgetrelevant“ erfassen, so
dass sie nicht in die Berechnung einbezogen werden.

Und jetzt kommt das “Magische”:

Aus all diesen kleinen Tagesausgaben, den Monatsrechnungen, der Jahresplanung und der Altersplanung bildet das Program vor Dir den aktuellen Monat und die Zahlen, die du unmittelbar jetzt erreichen solltest, um auf dem Pfad für dein geplantes Ziel zu bleiben.

Wenn oben eine dicke grüne „0“ steht, hat jeder Franken seinen Job, und
wenn alle Kategorien grün sind, dann bist du “on track!”.

Wenn es rote Zahlen gibt, dann musst du „Roll with the Punches":
Etwas Geld von überbudgetierten, Posten nehmen, Goals realistischer machen, what ever.

Aber dieser Fokus auf den aktuellen Monat ist der Unterschied zu den
anderen Programmen. Du siehst auf einen Blick, das dieser Spontankauf
des Pullovers für 50 Frankew Auswirkungen auf deine gesamte finanzielle Zukunft hat, um es dramatisch auszudrücken.

Ob du nun das Geld beim Restaurant-Posten „stielst“, oder den Kauf
des neuen iMac einen Monat zurückstellst, du willst diese 0 wieder oben
stehen haben und das hält bringt deine gesamte Finanzplanung wieder ins
Lot.

Natürlich kann man das theoretisch mit Excel oder anderen Budgetprogrammen auch, aber ich kenne kein anderes Program, welches es allein durch sein Darstellungskonzept schafft, dass man seine Ausgaben viel kritischer analysiert, weil man sich sofort wieder mit dem Ausbalanzieren beschäftigt, um das Gesamtziel zu erreichen. Das Verrückte ist: Das macht sogar Spass…

Also, das ist der Grund für meine Registrierung bei euch.

Ein herzliches “grüezi” an die Community!

Thomas


#38

Hallo Frieder

Danke für diesen ehrlichen Beitrag. Kann ihn, gerade in der YNAB Partner-Budget Frage, sehr gut nachvollziehen!

Bezüglich deutscher Oberfläche.
Hast du schon entdeckt, dass ein paar Enthusiasten ein Plugin zu nYNAB kreiert haben, um die (noch) fehlenden Funktionen etwas abzumildern? Dabei ist auch eine Lokalisierung in mehre Sprachen, u.A. in deutsch, wobei erst etwa 40% übersetzt sind.

Das Plugin heisst Toolkit for YNAB und ist z.B für Chrome hier zu finden.

Es hat auch bereits einen Report und verschiedene andere Vereinfachungen an Bord…

Ich war zuerst etwas skeptisch wegen der Sicherheit. Da ich es aber auf dem offiziellen YNAB Forum gefunden habe, denke ich, dass es so sicher ist, wie eine WEB Applikation in diesem Bereich halt sicher sein kann…

Ich will deshalb niemanden drängen, dieses Tool auszuprobieren, aber darauf hinweisen, dass es sowas gibt. Man kann sich auch selber beteiligen, um z.B. die deutsche Übersetzung voranzutreiben.

Gruss Thomas


#39

Hoi Thomas,

vielen Dank für Deinen Tipp und vorab schon mal ganz herzliche Grüße in die von mir so geliebte Schweiz (von wo dort kommst du denn?)!

In der Tat wusste ich nichts von “Toolkit for YNAB”. Ja klar habe ich ein wenig Sicherheitsbedenken, das gebe ich zu. Allerdings vor allem, was Chrome angeht. Ich nutze fast ausschließlich Safari, nur in Notfällen mal den Firefox. Weisst Du, ob es da auch sowas gibt? Welche Erfahrungen hast Du denn soweit damit schon gemacht?

Wie gesagt, mein Englisch ist nun auch nicht sooo schlecht, ich komme mit der Software soweit klar und kann auch mit den Podcasts und den Videos was anfangen. Für meine Frau, die im Englischen nicht so fit ist, ist das ne echte, viel größere Hürde. YNAB in Deutsch (inkl. der Medien) wäre für MICH vor allem ein Komfortgewinn. Ich zögere noch, ob dieser mir die Installation eines Plugins wert ist.

Auf jeden Fall aber danke für den Tipp!!!

Liebe Grüße, Frieder


#40

Hallo Frieder

Danke die die netten Grüsse.

Wo ich wohne in der Schweiz? Sagen wir es so: ziemlich zentral, oder anders gesagt: Für die Fahrt nach Zürich, Luzern, Basel oder Bern brauche ich ziemlich genau je eine halbe Stunde…

Toolkit für YNAB wird viel schneller als das Original vorangetrieben. Mittlerweile ist es schon 50% “eingedeutscht” allerdings nur in Firefox und Chrom, da Safari an der Ecke momentan eine Restriktion hat, die aber bald wegfallen wird.

Hier der Link zum Forum im YNAB, wo du massenweise Informationen und Meinungen dazu findest.
Im Gegensatz zum Original hat das Toolkit z.B auch schon Net Worth Reports und Fortschrittsbalken für das Verhältnis Budget/Tag des Monats (“Paging”) an Bord…

Nutze es nun regelmässig und bin sehr zufrieden.
Aber wie gesagt… eigenes Risiko…

Gruss Thomas


#41

Hallo,

meine Lebensgefährtin ist bei einer schlimmen Autoreparaturrechnung (600€) aufgewacht und packt jetzt das leidige, ungewollte, vernachlässigte, ignorierte nervige Thema GELD!!! jetzt mit beiden Händen - und der YNAB-Software an. So kam ich drauf.

Ich trackte schon eine Weile mit einer anderen App - aber es hat mich nicht zu so richtig viel gebracht. Aha, dafür gebe ich das Geld also aus. Gespart habe ich trotzdem nirgends…
Vielleicht klappt es ja jetzt besser.

In meinem Leben ist der Mangel an Geld fester Bestandteil seit Kindesbeinen an. Es ist nicht da, man kann sich nichts leisten. Die Beschäftigung damit ist “bääh!”, Leute die Geld haben sind suspekt oder kriminell etc.

Wie wenig es eigentlich zurzeit ist, realisierte ich jetzt erst bei der Beschäftigung mit YNAB. Da mein Gehalt “eigentlich” gar nicht so klein ist (im Vergleich zu früheren), war der Umgang ein wenig sorglos. Vor allem hat man manchmal einfach keine Lust mehr sich immer und überall sehr einzuschränken. So ging es mir seit kurz vor Weihnachten. So sind es dann jeden Monat ein paar Euro, die sich im Laufe des Jahres im Minus läppern. Zuletzt ging es aber schneller.
Die Lohnsteuerjahresausgleich setzt es dann wieder auf “Null” (zumindest dieses Mal noch), aber es sollte ja nicht ins Minus kommen. Aber wie?

Meine Fixkosten sind eigentlich relativ niedrig, trotz des Unterhalts für zwei Kinder, die den größten Teil ausmachen. Es bleibt mir nichts anderes als an Dingen zu sparen oder dort zu jonglieren, wo es dann anfängt weh zu tun, denke ich. Essen und Genußmittel. Weil woanders habe ich ohnehin kein Budget, wie z.B. Auto, Kleidung oder Freizeit, etc.
Und trotzdem möchte ich ja gegen Weihnachten oder zu Geburtstagen Geschenke kaufen können.

Ich denke, ich könnte da Tipps und Unterstützung gut gebrauchen.

Vielen Dank!