Umstellung: Gehalt am Ende des Monats zu Gehalt in der Mitte des Folgemonats


#1

Hi zusammen,
wie in der Vorstellung beschrieben, bin ich gerade in meinem ersten YNAB Monat.

Ich wechsle im August den Job. Bisher bekomme ich mein Gehalt immer am Ende des Monats. Das passt gut, so kann ich das Gehalt gut in den Folgemonat verplanen.

In der neuen Firma wird das Gehalt zum 15. des Folgemonats überwiesen. Ich überlege gerade wie ich den September überbrücken soll. Also werde ich am 31. Juli das letzte mal Gehalt in der alten Firma bekommen, und in der neuen Firma das nächste mal am 15. September.

Die erste Möglichkeit wäre, dass ich ab September das Geld nicht mehr für den nächsten Monat plane, sondern für den aktuellen, dann einen Buffer aufbaue und ab dann nach ein paar Monaten wieder das Geld für den nächsten Monat zu verplanen.

Die zweite Möglichkeit wäre, dass ich in Juni, Juli und August versuche einen größeren Betrag zurückzulegen, von der ich den September abdecken kann. Gleichzeitig bekomme ich in der neuen Firma mehr Geld. Ich hätte da also auch die Möglichkeit etwas von dem Septembergehalt in den September zu verplanen.

Ich denke ich würde die zweite Möglichkeit präferieren. Hab ich eventuell noch was übersehen? Hat noch jemand eine weitere Möglichkeit?

Danke schonmal :wink:
K.


#2

Ich würde wenn möglich ein Budget auffüllen, von dem ich die “gehaltslosen” Monate budgetieren kann.
Wenn nicht roll with the punches :slight_smile: - bastel dir das irgendwie hin, kommt ja nicht so häufig vor, oder?

Grüße!


#3

Joar, so habe ich das vor. Ist halt blöd, wenn man direkt im ersten Monat mit YNAB für so einen Batzen vorplanen muss. Nen ganzen Monat überbrücken müssen ist ja schon ein richtig fetter Posten. Deshalb wollte ich mal fragen, ob es eventuell noch andere Ideen gibt


#4

Stimmt. Aber wenn du jetzt bereits das Gehalt, das du am Ende des Monats bekommst, für den Folgemonat verplanst, ist es ja gar kein ganzer Monat, der zu überbrücken ist, sondern nur der halbe September. Du bekommst ja am 31. Juli nochmal ein Gehalt, mit dem du den August verplanen kannst.

So oder so: Die von dir beschriebene Methode 2 ist vermutlich die einfachste.

Du legst dir eine Kategorie “Puffer” oder “Ersatzgehalt” oder so an und packst dort in Mai, Juni und Juli soviel hinein, wie nur irgendwie geht. Am 1. September stellst du den dort aufgelaufenen Betrag zum Budgetieren zur Verfügung, indem du ihn in der Kategorie mit negativem Vorzeichen eingibst, dadurch ist die Kategorie auf 0. Idealerweise sollte dir dann zumindest so viel zur Verfügung stehen, dass du den halben September budgetieren kannst.

Wenn du dann am 15.09. dein erstes Gehalt bekommst, buchst du das erstmal in den September, budgetierst daraus den verbliebenen Monat bis zum 30.09. und verteilst dann den Rest auf Rücklagen und ggf. den Puffer.

Sobald der Puffer irgendwann groß genug ist, dass er für ein Monatsbudget reicht, löst du ihn wieder auf und buchst die zukünftigen Gehaltseingänge auf den Folgemonat.

Das ganze funktioniert natürlich nur, wenn du es schaffst, bis einschließlich 31. Juli soviel zur Seite zu legen, dass es bis zum 15.09. reicht. Und dafür wünsche ich viel Erfolg. :wink:


#5

Ich wollte eigentlich nicht damit anfangen, das im September eingehende Geld für den September zu verplanen.

Ich bin nach ein wenig nachdenken drauf gekommen, dass ich wie schon beschrieben in den nächsten 3 Monaten versuche 300-400 zurückzulegen. Damit sollten dann alle Grundausgaben für den September erledigt sein. Dann wäre zwar Schmalhans Küchenmeister, aber damit kann ich leben, den September werde ich wohl eh in einer günstigen Stadt verbringen :wink:

Wenn es im September dann absolut nicht reicht, würde ich das September Gehalt splitten. z.B. Das alte Gehalt in den Oktober planen, und das was ich in der neuen Firma mehr bekomme dann noch für den September nutzen. Dann sollte auf jeden Fall genug da sein um die Grundausgaben zu decken. Das Oktobergehalt würde dann komplett in den November gehen. Ich finde das klingt machbar.


#6

Wenn du das bereits vom ersten Gehalt hinbekommst, umso besser.

Achte nur darauf, dass du deine Rainy Day Funds, also die Rücklagen für Ausgaben, die du nicht jeden Monat hast (GEZ, Versicherungen, etc.) nicht vergisst. Aber dann kannst du ja immer noch umbuchen: Regel 3.


#7

Mit den Sachen habe ich mich zum Glück relativ großflächig beschäftigt. Miete, Handy, DSL, Strom, GEZ, Kontoführung, div. Versicherungen, Bahncard… Alles penibel erfasst. Da haben mir in diesem (meinem ersten) Monat einige Sachen noch Striche durch die Rechnung gemacht, da ich nicht genau geschaut habe, wann die nächste Rate fällig ist und war überrascht, dass diesen Monat so gut wie alle dieser Kategorien fällig sind. Nungut, da wurde diesen Monat halt viel umgeschichtet. Aber dafür kann ich dann ab nächstem Monat mit den “normalen” monatlichen Raten rechnen und habe was das angeht keinen Stress


#8

Ein Tipp: Richte dir eine Kategorie “Vergessenes” ein und budgetiere prophylaktisch jeden Monat was rein.

Irgendwas vergisst man immer, und nach einem Jahr kann man die dann auflösen und fürstlich essen gehen. :wink:


#9

:white_check_mark: Schon eingeplant.

Wobei ich diesen Monat leider nix mehr über habe. In der Kategorie “Sparen & Langfristiges” wird nur die September Gehaltslücke gefunded. Notfallgeld, Neue Brille, Vergessenes, Urlaub gehen alle leer aus :wink: Ab nächsten Monat dann.


#10

Wird schon klappen. Sieh es mal so: Besser vorbereitet auf so eine Situation warst du wahrscheinlich noch nie. :wink:


#11

Ich gehe da auch komplett emotionslos ran und hab kein Schiss… Ich weiß ja, was an Ausgaben auf mich zukommt und wie viel ich einplanen muss