Tipps zum Barausgaben tracken


#1

Erfahrungsgemäß ist vielen Einsteigern die Hürde “Jede einzelne Barausgabe eintragen” nach einer Weile zu hoch.

Dafür gibt es - außer natürlich so weit wie möglich Barausgaben zu vermeiden - mehrere Herangehensweisen:

1.) Nur die Geldautomatenbesuche tracken

Ihr macht euch eine Kategorie “Bar”, budgetiert das und tragt immer dann eine Ausgabe ein, wenn ihr beim Geldautomaten wart. Ihr führt dann kein eigenes Barkonto in YNAB.

Die Methode eignet sich gut, wenn ihr bar ohnehin immer sehr ähnliche Ausgaben habt, z.B. damit nur morgens euren Kaffee am Bahnhof bezahlt und alles andere mit Karte macht. Oder auch, wenn ihr mit euren Partnern gemeinsame Finanzen betreibt und einer davon keine regelmäßige Möglichkeit zum Tracken hat.

2.) Nur die Scheine zählen (so mache ich es)

Wenn ihr in der Kantine 3,40 Euro bezahlen und dafür einen 5€-Schein anbrechen müsst, bucht ihr das als “5€ für Kantine”. Umgekehrt gilt: Wenn ihr etwas vollständig mit Münzgeld bezahlen könnt, braucht ihr gar nichts zu tracken.

Das reduziert den Trackingaufwand erheblich und gleicht sich eigentlich immer irgendwie aus.

3.) Es nicht so genau nehmen (das mache ich außerdem)

Wenn nach dem Wochenende in eurem Portemonnaie 30 € fehlen, und ihr euch beim besten Willen nicht daran erinnern könnt, wofür ihr die ausgegeben habt, bucht einfach 25 € für Kneipenbesuche und 5 € für Lebensmittel (Frühstücksbrötchen), das passt dann schon. :wink:


Kategorievorschläge
#2

Eine Mischung aus 3) und etwas 2) (Pauschalisieren und Runden bei Erinnerungslücke) betreibe ich auch.
Barausgaben sind bei mir schon deutlich zurückgegangen, und beschränken sich fast nur noch auf Sachen zwischen Tür und Angel - ich versuche Quittungen in der Geldbörse als Ersatz für das ausgegebene Geld zu sammeln.
Wenn ich Differenzen habe, weil es keine Quittung gab, oder ich an privat Geld rausgegeben habe, dann muss ich mich erinnern, oder es in das Budget für unbekannte Barausgaben abschreiben (unter 50 € im Monat bisher, oft sehr niedrig).
Eintragen in die App finde ich (Android) zu lästig, zumal ich nach dem Kauf nicht immer die Ruhe habe 1-2 Minuten herumzustehen und das einzutragen. Vor allem wenn man mit Leuten unterwegs ist, wollen die ja auch weiter :smile:.


#3

Ich tendiere momentan zu 1)
Alle Abhebungen am Geldautomaten sind “spending money”, da ich Bargeld ohnehin nur für Fastfood, Kneipenbesuche, Kino und ähnliches benutze. Alle “sinnvollen” Ausgaben laufen über die EC-Karte. Einzige Ausnahme: Mensa. Aber das sind 1-2 Aufladungen pro Monat und verursacht kaum Arbeit.


#4

Meine Freundin und ich tracken das ziemlich genau und es geht ganz gut. Wenn doch mal irgendwo 5 Euro fehlen, lasse ich meistens YNAB eine Ausgleichsbuchung machen.
Problematisch wird es nur dann, wenn man aus irgendwelchen Gründen längere Zeit überhaupt nichts eingetragen hat in YNAB und alles nachholen muss. Hatten wir beide vor einiger Zeit und dann haben wir neu angefangen. Dabei wurden auch gleich die Kategorien entschlackt.


#5

Ich versuche normalerweise alles zu Tracken.
Durch die GPS Funktion in der iOS App ist es auch einfach möglich, den Eintrag direkt und passend zuzuordnen.
Jedoch stelle Ich auch immer wieder Differenzen fest. Dinge die ich offensichtlich vergessen habe. Die Buche ich dann einfach auf Restaurant oder Einkäufe (Das ist fast alles was ich mit Bargeld bezahle)


#6

Ich buche eigentlich auch ziemlich centgenau und freue mich dabei sehr über die GPS-Funktion der App. Bei der Reconciliation kann ich im Normalfall allerdings nicht mehr nachvollziehen, falls ich irgendwas vergessen oder falsch eingetragen habe, so dass ich in meinem Barvorrat ab und zu eine Adjustment Transaction hinnehme, solange es nur ein paar Euro sind.

Die Adjustment Transactions finde ich eigentlich auch insofern gut, als dass sie das verlorene Geld knallhart vom Income abziehen - hat auf diese Weise für mich eine gewisse erzieherische Wirkung.

Manchmal mach ich auf meinem Handy auch eine Art “Reconciliation on the go” mit meinem Barvorrat, z.B. wenn ich gerade irgendwo warten muss. Ich zähle mein Bargeld und prüfe, ob es mit meiner Balance übereinstimmt. Falls ja, setze ich alle Zahlungen auf Cleared. Bei der nächsten Reconciliation habe ich dann so einen kleineren Zeitraum zu durchsuchen, falls doch mal eine Differenz auftritt.


#7

Also ich mache das ähnlich wie @Pikespeak_Marol bei mir wird auch alles centgenau abgerechnet. Entweder unterwegs direkt in der mobilen ynab app als Ausgabe eingetragen (Kleinigkeiten wie Bäcker etc). Bei komplexeren Ausgaben wie ein Bareinkauf bei Edeka etc. da nehmen ich und auch meine Frau alle Kassenzettel mit und ich trage dann zu Hause die Kassenzettel in Ynab ein. Ich würde die Krise kriegen wenn ich ständig irgendwelche Unstimmigkeiten in meinem Budget ausmerzen müsste weil ich immer nur die Scheine verbucht habe und mich am Ende des Monats wundere warum plötzlich ich in meinem Geldbeutel 10 Euro weniger habe als ich haben müsste.

Version 1 kann man machen ist aber auch nicht mein Fall. Ich möchte die Übersicht haben wo das Geld hinfließt und wenn meine Frau sich 80 Euro abhebt und ich absolut keine Ahnung habe wo ich das jetzt im meinem Budget kalkulieren soll da würde ich verrückt werden.

Reconciling mache ich immer am Wochenende und die Ausgaben der Woche Trage ich immer Dienstags und Samstags vor dem Reconciling ein. Damit habe ich zum Wochenbeginn immer alle YNAB Konten und mein Budget aktuell. So fahre ich seit 2 Jahren bisher sehr gut.

Gruß
Nicolai