Quantify Yourself oder "Ich möchte alles über mich wissen"


#1

Hallo zusammen,

hier geht es jetzt weniger um Geld und Finanzen, sondern eher um das Thema “Quantify Yourself”, also den Trend sich selbst zu Protokollieren und zu erfassen.

Ich selbst benutze neben You Need a Budget noch folgende Dinge um Informationen zu sammeln.

  • Eine Waage von Withings, hier werden meine Körperfett und Gewichtswerte erfasst und in die Cloud von Withings hochgeladen.
  • Schrittzähler in meinem iPhone 5s. Dieser kann zwar keine Stockwerte erfassen (wie ab iPhone 6) aber immerhin zeigt er mir wenn ich mal einen Sonntag auf dem Sofa verbracht habe, konzequenzen daraus habe ich noch nicht gezogen, aber ich fühl mich schon schlecht :smile:
  • Ein Blutdruckmessgerät von Withings, Ich tracke damit -eher unregelmäßig- meine Blutdruckwerte. nicht das ich damit Probleme hätte, aber es geht :smile:
  • Eine Zeitlang habe ich myFitnessPal benutzt um meine Nahrung zu erfassen, das ist aber ziemlich aufwendig weil es ja ziemlich 3-5 mal am Tag zu protokollieren was man Isst und Trinkt. Eigentlich war es aber ganz schön zu sehen.

Das größte Problem bei den meisten Arten sich zu Tracken sind ja mit Selbstdisziplin verbunden.

Mich interessiert was Ihr alles unternehmt um euch selbst zu Tracken.
Wie motiviert Ihr euch durchzuhalten?
Habt ihr Konsequenzen aus dem Tracking gezogen, oder macht ihr es nur der Datensammelwut wegen? Von der viel gelobten Datensparsamkeit kann ja dann weniger die rede sein.

Ich wünsche allseits einen schönen Sonntag.


#2

Ich habe eine ganze Zeit lang mal mein Essen getrackt. Habe das eine lange Zeit mit CaloryGuard Pro versucht. Aber gerade wenn man mittags in die Kantine geht, und dann versucht mit irgendwelchen Fertiggerichten das ganze aufzuwiegen, dann ist es einfach nur noch Raterei und man kann es sich komplett sparen. Selbst beim selber kochen fand ich es immer ätzend alle Zutaten abzuwiegen, zusammen zu rechnen und dann nachher nochmal die Portionen abzuwiegen. Ist mal ganz nett um ein Gefühl dafür zu bekommen, aber auf Dauer hab ich das nicht durchgehalten.

Ich habe auch über mehrere Jahre den Schlaf mit SleepCycle getrackt. Aber im Nachhinein gesehen ist das auch eher Raterei. Hab mit den Zahlen niemals wirklich irgendwas gemacht. Hauptsächlich als Wecker genutzt.

Vor ein paar Monaten wurde eine Schlafstörung bei mir festgestellt (Schlafapnoe). Seitdem habe ich ein Beatmungsgerät und ein Pulsoximeter, die mich jede Nacht überwachen. Die Daten lese ich einmal pro Woche in meinen Rechner ein und werte sie mit einer Software aus. Das ist mal ganz nett, damit die Tagesform in Korelation zu setzen. Daraus habe ich auf jeden Fall eine bessere Schlafhygiene entwickelt. Ich gehe nun relativ regelmäßig zur gleichen Zeit ins Bett und stehe immer um die gleiche Zeit auf.

Wenn ich Sport mache, dann geb ich das meistens in Strava ein oder lasse es direkt von der App tracken. Aber auch da mache ich nicht wirklich Auswertungen drüber.

Ich weiß nicht so recht, was ich von dem ganzen Quantified-Self halten soll. Zum einen seh ich gerade an YNAB perfekt, wie gut es ist, einfach mal nen Überblick zu haben um über Veränderungen nachzudenken. Zum anderen weiß ich gar nicht ob ich das in allen Aspekten meines Lebens haben will :wink:


#3

Das schöne ist ja auch: man kann alleine aus den YNAB-Transaktionen schon eine ganze Menge Daten ableiten, frei nach dem Motto “Follow the money”. Alles was Geld kostet, ist hier drin. Man muss es halt dann nur noch auswerten und Rückschlüsse daraus ziehen (daran scheitere ich noch ;-))


#4

Ist für mich eine Frage des Aufwandes, die Daten zu erheben. Wenn ich das durch irgend einen Trick nicht hinbekomme (zahle oft mit EC-Karte, da habe ich zB. viele Transaktionen genauer und zuordnen-barer drin als von Hand und Erinnerung im Bar-Konto) es zu automatisieren, dann hat es einen schlechten Stand, denn bei solch Kleinigkeiten bin ich schnell vergesslich…
Gleiches gilt dann für andere Sparten, wenns einfach Digital geht, und möglichst wenig Aktion von mir benötigt, ist das immer ein nettes Datenset, das ggf. Aufschluss, oder Selbstermahnung generiert.


#5

Yikes! Ich habe seit zwei Wochen meine Apple Watch. Die Fitness App kam mir gerade recht, so dass ich jetzt tatsächlich jeden Tag öfter mal zu Fuß gehe und die Treppen nehme, damit ich mein Kalorienziel erreiche. Die Apple eigene App misst drei Bewegungsaspekte: Bewegung, Trainieren (also heftigere Bewegungen) und Stehen. Man gibt vorher sein Gewicht, Geschlecht und Bewegungsintensität (also viel, wenig, etc.) ein und davon leitet die App dein tägliches Kalorienpensum ab. Pro Stunde sollte man dazu mindestens 1 Minute stehen. Für die Zielerreichung gibt es Orden und Levels, etc., aber das finde ich etwas albern. Bin damit zufrieden. Da ich regelmäßig im Schwimmbad meine Bahnen ziehe steht eine Schwimmuhr auf meine “Eigenliebe” Liste, damit ich nicht andauernd Bahnen zählen muss (die Frage ist nur wie schnell ich mir diese lästige Aufgabe abgewöhnen werde).

Mehr will ich ehrlich nicht, da stimme ich @klaas_k und @nxthor zu, der Aufwand alles eingeben zu müssen wär mir zu lästig.


#6

Hallo Heix,

schau dir mal die Moov Now an. Die kann man gut beim Schwimmen anziehen und fast besser als ne Schwimmeruhr weil vielseitiger einsetzbar.


#7

Ich persönlich benutze momentan die App von fddb.info um meine Nahrungsaufnahme zu protokollieren, damit ich bei meinem Beruf nicht zusätzlich zunehme und nur das zu mir nehme was ich auch wieder verbrennen kann. Somit bleibe ich schlank :smiley:
Gruß
Nicolai