Bestandsaufnahme ‧ nYNAB ‧ +1 Jahr danach

Können die nYNAB-Anwender hier eine kleine Bestandsaufnahme machen?

Ein vernünftiger Desktop-Client scheint bis heute immer noch zu fehlen und die Entwickler scheinen keine Anstalten zu machen, hier irgendwas zu bewegen?

Sind die größten Kinderkrankheiten ausgeräumt?

Hat die nYNAB-Version mit der YNAB4 Version bis auf den Desktop-Client gleichgezogen?

Also der Desktop Client fehlt mir weiterhin sehr.
Ich nutze YNAB seither nicht mehr so ganz optimal, möchte aber auch nicht zurück. Die Goal Funktion finde ich super und möchte ich nicht mehr missen.

Es gibt regelmäßig updates, aber so der große Wurf in der neuen Version fehlt bisher für mich.

Desktop Client vermisse ich bisher nicht, was mich am allermeisten stört von allen Dingen ist:

  • Fehlende Möglichkeit Zahlungsempfänger zusammenzufassen oder umzubenennen.
  • Fehlende Möglichkeit Zahlen innerhalb einer Transaktion zu addieren.

Kinderkrankheiten oder größere Bugs sind mir nicht mehr aufgefallen.

Beste Grüße
Nicolai

Ich habe ein bisschen eine On-Off-Beziehung zu nYnab.
Vor einem Jahr kennengelernt, dann nicht zurechtgekommen, und für 3 Monate ynab Classic verwendet. Dann doch noch gewechselt und wirklich stur bis Ende Jahr damit gearbeitet.

Irgendwann sah ich irgendwie denn Sinn nicht mehr ganz und gab’s auf.
Vor zwei Wochen wieder begonnen, aber gleichzeitig auch Money Control am Testen. Irgendwie liegt mir dieses mehr, und war aus folgendem Grund:

Zuerst zu meiner “Vorgeschichte”:
ich bin aktuell Studi, kriege aufgrund IT-Mandaten ca. alle 3 Monate mein Salär.
Dummerweise bin ich Fan von allerlei Gadgets. Wenn ich nicht grad ein neues Iphone kaufe, dann ist es mal wieder eine externe Festplatte oder eine SSD, oder ein Netbook, etc.
Und wenn ich was will, dann kaufe ich es auch. Die Konsequenz in Ynab war, dass ich begann, auf meine Gadget-Kategorie umzubuchen. Das zog natürlich einiges an Aufwand mit sich, weil ich dauernd irgendwie am Umherbuchen war.

Warum tendiere ich eher zu Money Control?
Ich möchte gerne, nachdem ich alle fixen Ausgaben der nächsten Monate erfasst habe, sehen, was noch übrigbleibt.
Wenn da noch EUR 500.- steht, dann kann ich mir überlegen, ob ich mir eben eine SSD leisten will oder kann oder nicht.

Aber für mich der grosse Vorteil gegenüber nYnab (das Classic konnte dies glaub ich auch besser):
die zukünftigen Zahlungen werden mitberücksichtig. Ich kann nicht nur den verfügbaren Betrag im AKTUELLEN Monat schauen, sondern den vom nächsten oder vom übernächsten, etc. auch.
Klar kann ich mir gem. den Angaben vom aktuellen Monat eine neue SSD kaufen. Aber dummerweise habe ich nicht dran gedacht, dass ausgerechnet im nächsten Monat eine Zahlung über EUR 200.- fällig wird (bevor das nächste Salär kommt).
Mit Money Control sehe ich das sofort und ich kann mich entsprechend an der Nase nehmen und halt mal auf ein Gadget verzichten.
Bei nYnab bin ich irgendwie nicht in der Lage, “die Lage” abzuschätzen. Konkret: ich hatte mit nYnab irgendwie nie den Überblick, wie viel Geld ich nun wirklich gerade zur freien Verfügung hatte, mit Berücksichtigung der nächsten Zahlungen.

Sorry, ein wenig lang geworden;-).
Muss selber wieder ein wenig reinkommen. Bin gespannt, woher die Reise führen wird.

Schöne Grüsse
Daniel

p.s. wenn jemand einen Tipp für mein Problem hat mit den zukünftigen Monaten, dann freue ich mich auf einen Input.

Ja, das funktioniert mit YNAB nicht wirklich.Laut deren Konzept soll es sowas aber explizit nicht tun.
Nach YNAB sollte man nur verfügbares Geld für den aktuellen Monat verplanen.
Man müsste also das Geld für die nächsten zwei Monate auf ein Spar-Budget legen.

Money Control kann leider auch keinen automatischen Import :frowning:

@chappy72 Dein Problem lässt sich mit (n)YNAB durchaus lösen, und zwar in dem du alle regelmäßigen Buchungen in monatliche Beträge aufteilst und diese dann immer brav budgetierst.

Deine beispielhafte 200€ Buchung aus dem nächsten Monat sollten also eigentlich jeden Monat mit 200/12=16,67€ budgetiert werden (ich gehe mal von jährlichem turnus aus) - dann kannst du dir diesen Monat auch deine SSD kaufen, ohne weiter drüber nachzudenken :slight_smile:

Das geht dann aber auch gut mit (zukünftigen) einmaligen Zahlungen:
Wenn du bspw. jetzt im August merkst, dass im Dezember ja die Geschenke fällig sind und du noch gar nichts dafür eingeplant hast, dann kannst du dir jetzt deinen angedachten Betrag für Geschenke nehmen und jeden monat 1/4 davon budgetieren. So kannst du, nachdem der monatliche Anteil gebucht ist, den Rest wieder munterfröhlich verprassen :slight_smile:

Einziger Haken an dem Vorgehen - bzw das wäre dann meine Frage nach Input in die Runde: Um den Überblick zu behalten, musst du für jede Zahlung eine eigene Kategorie anlegen - bei uns sind das dann mal eben 35 Kategorien :roll_eyes: