Anfängerprobleme bei Budgeterstellung


#1

Hallo,

ich versuche gerade YNAB zu verstehen, aber ich scheitere an der Budgeterstellung.
Ich habe neben dem Bargeld auch noch folgene Konten:

  1. Girokonto
  2. Kreditkarte
  3. Fixkosten
  4. Sparen

Jeden Monat geht eine feste Summe von z.B. 1000 € vom Girokonto auf das Konto Fixkosten. Das entspricht der Summe der Jahresfixkosten geteilt durch 12. Da die monatlichen Fixkosten schwanken, kann es sein, dass sich auf dem Konto Fixkosten mal ein Guthaben ansammelt.

Wie stelle ich das in YNAB dar? Budgetiere ich das Guthaben mit obwohl ich es nicht ausgeben darf, oder stelle ich das Konto auf Off-Budget? Dann kann ich allerdings die Kategorien nicht mehr zuweisen.
Wie mache ich das mit den Kategorien? Drösel ich die einzelnen Fixkosten auf, oder mache ich davon nur ein Budget (Gehalt-Fixkosten=Budget)?
Oder ist es sinnvoll, nur das Gehalt zu budgetieren und das bereits Ersparte außen vor zu lassen?

Bin mir nicht sicher was ich machen soll. Vielen Dank für eure Hilfe.

Gruß
Avos


#2

Hallo,
Das Prinzip bei YNAB ist, dass es egal ist wo das Geld „liegt“ es wird alles Budgetiert. Du solltest das Geld aber schon in echt haben :wink:

Also alle Ausgaben budgetieren.
Und alle Konten von denen regelmäßig Geld gebucht wird anlegen.
Ich habe mein Kreditkartenkonto als normales Konto angelegt, da ich die Geldverwaltung auf solch einen Kreditkartenkonto in YNAB extrem dämlich finde.

Wenn du mit YNAB wirklich ernsthaft budgetierst und alle Ausgaben regelmäßig vermerkst kannst du auf das Fixkosten Konto auch gut verzichten.


#3

Sehe das ähnlich wie Gozi,

ich halte es aktuell so (kann gut sein, dass sich das noch ändert)

Gehaltskonto (hier geht mein Gehalt drauf und alle Fixkosten runter)
Girokonto (monatlich überweise ich einen festen Betrag für die variables Kosten auf dieses Konto)

Das ersparte bleibt auf dem Gehaltskonto

  • Puffer: 1 Nettogehalt + Kindergeld (in meinem Fall)
  • Notfallrücklage: 3 Nettogehälter

Zusätzlich “versuche” ich noch Geld bei Seite zu legen um es in einen ETF zu sparen aber das ist nach dem kürzlichen Umzug, der einen großen Teil unserer Rücklagen verschlungen hat erst einmal in Weite Ferne gerrückt.

Kreditkarten lehne ich kategorisch ab.

Ganz zufrieden bin ich mit der Aufstellung noch nicht… Ich hatte am Anfang nur 1 Konto und für alles und das hat super funktioniert. Nur habe ich was Geld ausgeben angeht eine andere Vorstellung als meine bessere Hälfte deshalb habe ich das 2te Konto für Sie eingerichtet, das kann sie falls sie zu viel ausgiebt dann auch Nullen ohne, dass es uns Probleme macht.

Ich habe schon versucht sie mit einzubeziehen und mit ihr zusammen YNAB zu verfolgen aber ihr ist das zu kompliziert und sie will sich damit auch gar nicht auseinandersetzen.

Sie kriegt von mir gesagt was die monatlichen Budgets für Kleidung, Essen etc. sind und wenn sie bei einem mehr ausgiebt dann muss eben woanders es weniger werden. Quasi ein PSEUDO YNAB.

Da du solche Probleme nicht hast empfehle ich dir wirklich es mit nur einem Konto zu machen. Das erleichtert vieles.

Dank YNAB ist dein Kontostand ja völlig egal weil ob du dir etwas leisten kannst oder nicht siehst du im Budget.

Beste Grüße
Nicolai


#4

Allerdings verliere ich bei Nutzung von nur einem Konto eine Reihe von Möglichkeiten: wenn ich beispielsweise geschäftlich verreise buche ich einen Ticketkauf auf Kreditkarte, der beim Arbeitgeber erstattungsfähig ist, als Transferbuchung zwischen Kreditkarte (Bezahlung Soll) und einem Konto “Außenstände Arbeitgeber” (Erwerb einer Forderung - Haben). So weiß ich immer, wieviel da noch in der Schwebe ist - wenn dann abgerechnet wurde und das Geld eintrifft, folgt eine weitere Transferbuchung zwischen Girokonto (Eintreffen des Geldes - Haben) und “Außenstände Arbeitgeber” (Ausgleich der Forderung - Soll).

Das gleiche habe ich auch für “Geliehen/Verliehen” - wo ich die einzelnen Buchungen mit einem Hinweis auf den Kontrahenten versehe. So habe ich immer einen Überblick wem ich noch die 2 Euro vom letzten Metbrötchen schulde, weil gerade kein Keingeld da war.